Wussten Sie, dass 60% unseres Körpergewichts auf den Fersen und 40% auf den Ballen lastet? 60 – 80 % aller Erwachsenen klagen mindestens einmal im Leben über Fussbeschwerden. Kein Wunder. Wir legen im Durchschnitt 6’000-8'000 Schritte pro Tag zurück. Während des gesamten Lebens umrunden wir somit drei Mal die Erdkugel. Zum Erhalt gesunder Füsse und einer gesunden Fussform sind optimale Reize essentiell. Ganz speziell das Phänomen Barfusslaufen ist sehr facettenreich und nimmt auf die Gesundheit des Menschen einen grossen Einfluss. Es stärkt den gesamten Bewegungsapparat, vor allem aber die Fussmuskulatur. Auch Knochen und Faszien werden zu einer erhöhten Stabilität hintrainiert. Das Barfussgehen ist eine Reiztherapie und stärkt das Immunsystem, das wusste bereits Sebastian Kneipp: „Abhärtung beginnt mit Barfussgehen“. Tägliches Gehen im Morgentau für 3-5 Minuten ist ebenso ein guter Einstieg wie kurzes, regelmässiges Wassertreten. Der Trainingseffekt von Barfussgehen bietet ausserdem eine gute Sturzprophylaxe für ältere Menschen, da sich die Sicherheit beim Gehen verbessert. Barfussgehen führt folglich nicht nur zu einer verbesserten Lebensqualität, sondern ist auch ein perfektes Gefässtraining, speziell für das Lymphsystem, welches eng mit dem Herz-Kreislaufsystem verbunden ist. Hier fördert das Barfussgehen auch den Abtransport der Lymphe, da die Muskeln wesentlich mehr leisten müssen als beim Laufen mit Strassenschuhen.
Durch bis zu 7’200 Nervenendigungen nehmen wir über die Füsse externe und interne Reize wahr. Der Fuss gilt somit als sensorisches Organ. Stellen Sie sich das einmal vor: Ein Schritt löst über 7´000 Reize aus – was für eine Flut an Informationen dabei an unser Gehirn übermittelt wird. Die Antwort unseres Körpersystems kommt postwendend. Durch die Ausschüttung von Hormonen, Neurotransmittern und andern chemischen Botenstoffen reagiert vor allem das Nervensystem. Beispielsweise hat die Ausschüttung von Endorphinen eine schmerzlindernde und euphorisierende Wirkung und kann regelrechte Hochgefühle hervorrufen. Oder Serotonin, ein Neurotransmitter, der nach Ausschüttung im Gehirn für Gelassenheit sorgt. Ausserdem beeinflusst er das Sättigungsverhalten und die Schmerzwahrnehmung. Ein niedriger Spiegel wird nach gängiger wissenschaftlicher Hypothese mit Depressionen in Verbindung gebracht. Und dann wäre da noch Oxytocin zu erwähnen, das «Kuschelhormon». Es stellt im Gehirn die Weichen für zwischenmenschliches Vertrauen, wirkt schmerzhemmend und beschleunigt die Wundheilung.
Als eine Art passives Barfusslaufen kann die Fussreflexzonentherapie betrachtet werden. Durch manuelle Drucktechniken auf der Fusssohle, Fussrücken und Unterschenkel können verschiedene Organsysteme des Körpers beeinflusst werden. Demzufolge wirkt die Stimulation der entsprechenden Zonen wie eine Ganzkörpermassage. Betrachten wir unsere kopf- und denklastige Welt, stellt die Fussreflexzonentherapie eine direkte Verbindung zwischen Mensch und Natur her. Denn körperlich betrachtet sind unsere Füsse der Erde am nächsten. In unserer ganzheitlich ausgerichteten TCM-Praxis bieten wir neben Akupunktur und Kräutertherapie auch wohltuende Massagen an. Jetzt in der Herbst- und Winterzeit sind Natur und Mensch auf zyklisch unterstützten Rückzug und Rückbesinnung eingestellt. Eine manuelle Therapie kann über ausgewählte Druckpunkte an Rücken und Füssen zur tiefen Entspannung verhelfen. Mit wärmenden ätherischen Öle unterstützen wir Sie dabei, einen angenehmen Gleichgewichtszustand zu erlangen – sowohl auf körperlicher als auch auf geistiger Ebene. Schauen Sie doch mal in unsere Online-Agenda vorbei. Wir haben seit Kurzem wieder freie Kapazitäten und freuen uns, wenn wir für Sie da sein dürfen.