Die Behandlung mit Traditioneller Chinesischer Medizin bei Kindern

Eltern und Mütter kennen es bestens: Kinder werden schnell krank. Da sich das Immunsystem bei Babys und Kleinkindern noch in der Ausreifung befindet, reagiert das kindliche System schnell auf pathogene Erreger.

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Die Behandlung mit Traditioneller Chinesischer Medizin bei Kindern

Doch genauso schnell sind die Kinder wieder gesund. Krankmachende Faktoren lassen sich häufig schnell und effektiv eliminieren, denn Krankheitsmechanismen sind bei Kindern weniger komplex als bei Erwachsenen und oft von leichter Natur. Es braucht meist nur wenige und sanfte Impulse, um das körperliche Gleichgewicht wiederherzustellen. Die Traditionelle Chinesische Medizin kann hierbei einen wertvollen Beitrag leisten. Bereits dezente Hinweise auf ein Ungleichgewicht ermöglichen der TCM ein frühzeitiges Eingreifen. Ein Kind ist abhängig von seiner Umwelt und den Lebensbedingungen. Reizüberflutung wie Fernsehen und elektronisches Spielzeug, Zeitdruck während der Mahlzeiten, Schulstress oder Disharmonien innerhalb der Familie bringen das System aus dem Gleichgewicht. Sowohl eine harmonische Entwicklung des jungen Organismus als auch die Erhaltung der Gesundheit und Individualität eines kleinen Menschen hat höchste Priorität in der TCM.

Wo hat sich die Behandlung mit TCM bei Kindern bewährt?
• Unklare Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen bis hin zu Koliken
• Schlafstörungen, Angstzustände und Bettnässen
• Konzentrationsschwierigkeiten und ADHS
• Neurodermitis und Ekzeme
• Atemwegserkrankungen wie Husten, Schnupfen und Nasennebenhöhlenkatarrh
• Mandelentzündung und Mittelohrentzündung

Anamnese bei Kindern


Um die Gesamtheit der Persönlichkeit eines Kindes zu erfassen, beginnt die TCM-Therapie wie bei Erwachsenen mit der Befragung, vorrangig der Eltern. Parallel findet durch uns Therapeutinnen eine Beobachtung des Kindes statt. Wie verhält es sich, wie spricht es, wie ist seine Konstitution, wie sind seine Bewegungen und sein Teint? Gerade Blässe oder Augenringen deuten auf erste Störungen hin, vor allem der Funktionskreise Lunge und Nieren. Hingegen zeigt ein gelblicher Teint eine Störung im Verdauungssystem an. Die Pulsdiagnose ist erst bei Kindern ab 3-6 Jahren sinnvoll. Eine Zungendiagnose ist allerdings aufschlussreich.

Ernährung


Das Verdauungssystem der Kinder ist bei vielen Krankheiten direkt oder indirekt beteiligt.  Wichtige Bestandteile der Behandlung sind von daher die Anpassung der Ernährung und Stärkung der Verdauungsfunktion. Nach Auffassung der Traditionellen Chinesischen Medizin hängen kindliche Bauchschmerzen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Allergien oder Infektanfälligkeiten unmittelbar mit einer gestörten Mitte zusammen. Eine regelmässige Nahrungsaufnahme spielt eine grosse Rolle. Ebenso wird durch kalte und rohe Nahrungsmittel, ein Zuviel an Zucker, Milchprodukten und tierischem Eiweiss die noch unreife Funktion der kindlichen Verdauung überfordert. Die dadurch entstehende Disharmonie führt zu Beschwerden.

Akupunktur


Bei Babys und Kleinkindern bietet sich zur Behandlung die Laser-Akupunktur an. Wichtige Akupunkturpunkte werden mit Infrarotlicht bestrahlt oder einem Laser-Pen behandelt. Für die Kinder ist dies absolut schmerzfrei und sehr wirksam. Alternativ wäre – je nach Bereitschaft des Kindes – eine kurze Akupunktur mit sehr dünnen Nadeln der Stärke 0.2mm möglich. Minimale Nadelreize sind ausreichend, um eine Wirkung zu erzielen. Auch 0.5mm lange Dauernadeln, die mit einem Klebepflaster versehen werden oder Samen, die an oberflächlichen Körperpunkten oder Ohrpunkten angebracht werden, eigenen sich bestens für Kinder. Allerdings nadeln wir kleine Kinder nur, wenn sie dies wirklich wollen. Ansonsten arbeiten wir mit Tuina, GuaSha und Schröpfen – das ganze in spielerischer Form. Die Eltern sind während der gesamten Therapie anwesend.

TuiNa-Massage


Bei Säuglingen und Kleinkindern bietet sich die Tuina-Massage an, um eine rasche therapeutische Wirkung zu erzielen. Sie ist in der Kinderheilkunde ein essenzieller Bestandteil der Behandlung. Mit speziellen Grifftechniken können an definierten Körperstellen Impulse ausgelöst werden, die über die körperlichen Strukturen bis ins Körperinnere wirken. Meist empfinden die Kinder Massagen dieser Art als angenehm. Von Vorteil ist auch, dass wir Therapeutinnen die Eltern anleiten können, um entsprechende Bereiche am Körper des Kindes vorbeugend zu behandeln. Dies dient zur Stabilisierung der kindlichen Konstitution und zur Kräftigung der körperlichen Strukturen. Viele dieser Punkte liegen an Händen und Unterarmen, Füssen und Unterschenkeln. So können die Eltern (oder je nach Alter auch das Kind selbst) aktiv in die Therapie integriert werden.

Kräuter


Auch Kräuterrezepturen wirken bereits bei Kindern und Jugendlichen vorzüglich. Wir engagieren uns in dem Verein Kobu Gipfelstürmer, der Lernende bei Leistungsabfall und Leistungsschwankungen unterstützt. Mit Akupunktur und Kräuterrezepturen verhelfen wir den jungen Menschen zu Ruhe, Klarheit und Energie. Bei Bedarf unterstützten wir sie beim Loslassen von abhängig machenden Substanzen sowie bei Schmerzen.

Für einen Termin in unserer Praxis können Sie gerne unsere Website konsultieren, die Ihnen sämtliche zur Verfügung stehenden Daten anzeigt. Wir freuen uns auf Sie und Ihren Sprössling!